Neue Stücke im


Momento-Bühnenverlag

 

 

 

 

Eva&Willi

Tragikomödie

von

Ruth Wyneken und Alexander Najdjomov

 

 

Besetzung: 1D/1H

Bühnenbilder: 1

 

Eine ostdeutsche Stadt unserer Tage, Plattenbauten. Eva ist Single, mindestens Ende 30, und sie hat sich für viel Geld bei einer Firma einen Mann bestellt, damit er ihr ein Kind zeugt. Aber warum stellt sie Willi dauernd Hindernisse in den Weg? Zwischen beiden beginnt ein komisches und riskantes Spiel von Abstoßung und Anziehung, Ermunterung und schließlich Demütigung. Jeder will verbergen, wer er ist und wo er steht. Dennoch brechen Fassaden und Lebenslügen auf, es kommen Sehnsüchte und Wunden zum Vorschein. Je mehr sich beide öffnen und ihre Jugenderinnerungen aus dem Sozialismus teilen, desto unmöglicher wird der Deal, den sie vorhaben. Warum rächt sich Eva ausgerechnet an ihm für alte Verletzungen und warum schenkt sie ihm schließlich ohne Gegenleistung das Geld? Wer ist der Mann, der dauernd lügt? Ein arbeitsloser Atomphysiker, russischer Emigrant, ein Looser der gesellschaftlichen Umbrüche, ein Betrüger? Die Komik an der Oberfläche steigert sich – und lässt einen Abgrund darunter aufbrechen von Menschen, die ihre Identität und Orientierung verloren haben. Erst als die Wahrheit auf den Tisch kommt, wird eine echte Annäherung möglich zwischen Eva, der polnischen Jüdin, die von ihrer Mutter getauft wurde – und Willi, einem arbeitsloser Schauspieler, der gerne in andere Rollen schlüpft und sich für schnelles Geld verkaufen will.

 

 

 

Aus den USA. Das preisgekrönte Theaterstück zum Thema 9/11

 

THE COMMON AIR

 von

Alex Lyras & Robert McCaskill

 

Schauplatz: JFK Airport - New York. Über Lausprecher folgen diverse Aufrufe und Warnungen über eine nicht näher definierte Terroraktion. Sämtliche Flüge verzögern sich. Chaos, Stress und Panik.

Konzept: 6 Personen, jede Person hält einen Monolog, wird über Handy angerufen oder ruft selber jemanden an, redet mit der nachfolgenden Person, wobei die Grenzen zwischen den Gesprächsebenen immer mehr verschwimmen.

1) Der Taxifahrer meint, er hätte - inspiriert von seinem Berufsleben- die Superidee für eine Reality-TV-Show. Jeder Kandidat muss solange seine schmutzigen Geheimnisse auspacken, bis nichts mehr übrig bleibt. Und genau das machen die Personen im Laufe des Schauspiels. Zweite wichtige Ansage: „Ich kenne ‚das Geheimnis’. Du kannst Deine Realität ändern, durch die Art, wie Du die Sachen betrachtest." Dieser Satz wird immer wieder von den verschiedenen Personen aufgegriffen. (Kommt aus dem US-Bestseller "the Secret" von Rhonda Byrne. War auch in Deutschland kein grosser Erfolg.)

2) Der Galerist spielt mit dem Gedanken, zu seinem Geliebten zurück zu kehren, den er vor Jahren bei einer Schlägerei feige im Stich ließ. Erzählt dabei viel von seinen erotischen und geschäftlichen Erfolgen in Griechenland.

3) Der Anwalt versucht zwischen seinen Business-Telefonaten die Kellnerin in der Bar anzumachen und gibt dem Rapper Tipps.

4) Der Rapper hat einem Kollegen Musik geklaut und daraus einen Hit gemacht.

5) Der Philosoph kämpft am Telefon mit seiner Exfrau, während ihn sein Sohn Tyler mit seiner playstation nervt. Hält dem Amerikaner eine Kurzvorlesung über Linguistik, die Lage im Flughafen und Paul Lacun.

6) Der Amerikaner berichtet, wie er im Irak gefangen genommen wurde und zum Selbstmordattentäter umgedreht wurde.



 

 

Der Fahrstuhl

 vom

rumänischen Erfolgsautor

Gabriel Pintilei

 

Gabriel Pintileis Stück wurde ursprünglich in Bukarest geschrieben, aufgeführt und später auch verfilmt.

Das Stück erforscht die Psyche einer Teenager-Generation vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die anscheinend keine Grenzen mehr kennt, anhand der engen Beziehung zweier Jugendlichen, die plötzlich eingeschlossen sind in einem Lastenfahrstuhl der kaum Möglichkeiten bietet, daraus zu entkommen. Das Paar schreit, macht Witze, küßt sich, lächelt, uriniert, schläft, bricht zusammen und weint in einem wellenförmigen Rhythmuswechsel von Ups and Downs. Ohne Essen und Wasser, läßt ihre Lebenskraft immer mehr nach und die einzige Verbindung zur Außenwelt - ein Handy - wird nutzlos. Von einem neutralen Raum, der gefüllt wird mit Humor und Ironie, nimmt „Der Fahrstuhl“ im Laufe der Zeit immer mehr aggressive Züge an.

In diesem Stück geht es sowohl um das reale Eingesperrt-Sein als auch um das Gefühl des Sich-Eingesperrt-Fühlens und es ist kein Zufall, daß die beiden Hauptprotagonisten Teenager sind. In der Beziehung zwischen Freiheit und gesellschaftlicher Beengung, die sich durch den ganzen Text zieht, entwickelt sich eine starke rhythmische Dynamik.

 

"Der Fahrstuhl" ein starkes, unterhaltsames Drama über eine Generation, die sich in ihrer Freiheit verliert.

 

 



 

 

Freibier

 Komödie

von

Friedemann Kahl

 

 

Besetzung: 3D/3H

Bühnenbilder: 1

 

Ein kleines Dorf irgendwo in der Provinz. Die Infrastruktur liegt am Boden: keine Schule, kein Dorfladen, keine Handwerker mehr. Lediglich die Dorfkneipe hat noch geöffnet. Doch auch ihr droht das Aus, da die Leute ihr Bier lieber Zuhause trinken. In der Hoffnung, dass Gemeinschaftsgefühl im Ort zu beleben, wagt der Bürgermeister ein Experiment. Jeder Bewohner erhält pro Woche in der Dorfkneipe ein Freibier auf Staatskosten.

 



PREMIEREN

 

 

  11.-13. Mai 2012

Theater Tiefrot Köln